Niederländisch

Die niederländische Sprache gehört zum westgermanischen Zweig der germanischen Sprachen und steht dem Deutschen nahe. Das Niederländische wird von den Einwohnern der Niederlande, der niederländischen Überseegebiete, der nördlichen Hälfte Belgiens und des nördlichen Teiles des französischen Departements Nord nahe Belgiens gesprochen. In Belgien und Frankreich nennt man die Sprache meist Flämisch; zum historischen Hintergrund siehe Flämisch. Die niederländische Sprache wird häufig auch Holländisch genannt, was irreführend ist, da Holländisch auch die Bezeichnung der nördlichen niederländischen Dialekte ist. Kapholländisch oder Afrikaans, das in Südafrika gesprochen wird, ist eine Abart des Niederländischen, die man heute als selbständige Sprache ansieht. Die Bezeichnung Niederländisch leitet sich vom Landesnamen ab: Nederland, die Niederlande.

In Belgien und in den Niederlanden verwendet man eine gemeinsame Schriftsprache, ein standardisiertes Niederländisch. Regionale Dialekte unterscheiden sich in den niederländisch sprechenden Gegenden geringfügig von Stadt zu Stadt. Sie bilden eine so genannte Dialektkette, die in die regionalen niederdeutschen Dialekte Norddeutschlands übergeht. Das gesprochene Niederländisch ist wesentlich variantenreicher als etwa das nordamerikanische Englisch. Das moderne standardisierte Niederländisch als Schriftsprache entwickelte sich unter dem wechselnden Einfluss der Dialekte von Flandern, Brabant und Holland während deren politischer und wirtschaftlicher Hegemonie. Die Geschichte des Niederländischen lässt sich in drei Hauptperioden einteilen: Altniederländisch, Mittelniederländisch und Neuniederländisch.

Das Neuniederländische reicht vom Ende des 16. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Das wichtigste sprachgeschichtliche Ereignis dieser Periode war die Veröffentlichung der Statenbijbel in den Jahren 1619 bis 1637, der autorisierten Ausgabe der Heiligen Schrift, die sehr viel zur Verbreitung dieser Form der niederländischen Sprache in den Niederlanden beitrug. Diese Übersetzung hatte eine ähnliche Wirkung wie die hochdeutsche Ausgabe der Bibel von Martin Luther. Sie brachte einen Standard in Sprache und Rechtschreibung hervor, der schließlich allgemein als maßgeblich anerkannt wurde. Diese Standardsprache verbreitete sich zuerst im 17. Jahrhundert in den nördlichen Niederlanden. Im Niederländisch sprechenden Teil Belgiens, der vom ausgehenden Mittelalter bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts abwechselnd unter spanischer, österreichischer und französischer Vorherrschaft stand, verlor diese Sprache ihre Rolle als Kulturträger und gewann sie erst durch die flämische Nationalbewegung im 19. Jahrhundert zurück. Die Mundarten wurden erst zum Ausgang des 19. Jahrhunderts hin weitgehend verdrängt und durch umgangssprachliche Varianten der Standardsprache ersetzt. Nach dem 2. Weltkrieg unterstützte die niederländische Regierung die Rechtschreibreform und weitere Bemühungen, in den Niederlanden und Belgien einen gemeinsamen Sprachstandard einzuführen.

Deutsch und Niederländisch sind zwar in einigen Bereichen sehr ähnlich, das Erlernen der niederländischen Sprache ist für Deutsche jedoch nicht zu unterschätzen. Daher eignen sich besonders Sprachurlaube in die Niederlande, um die schöne Sprache schneller lernen zu können. Dabei bietet beispielsweise Amsterdam eine ansprechende Umgebung, nette Menschen sowie die Möglichkeit eine komfortable Amsterdam Unterkunft zu finden.

Ein Sprachurlaub ist auch der ideale Einstieg für jene, die für längere Zeit in den Niederlanden oder Belgien bleiben möchten – zum Beispiel für ein Studium. Denn auch wenn zu Beginn noch eine Sprachhürde zwischen Deutsch und Niederländisch existiert, so ist diese doch deutlich geringer als bei allen anderen Sprachen. Daher steht die Niederlande auch auf den Top-Plätzen für ein Auslandssemester oder Auslandsstudium deutscher Studenten.  Nach einem Sprachkurs in Niederländisch sind deutsche Studierende meist schon in der Lage, ein komplettes Studium auf Niederländisch zu absolvieren. Häufig bieten die niederländischen Hochschulen auch einen passenden Sprachkurs für ihre internationalen Studenten aus Deutschland an. Das geforderte Sprachniveau für ein Studium auf Niederländisch ist zwar relativ hoch (NT2), aber Deutsche schaffen den Zulassungstest für das Studium in der Regel schon nach 3 Wochen Sprachkurs – auch ganz ohne Vorkenntnisse.