Lettisch

Die lettische Sprache ist die Amtssprache der Republik Lettland und bildet zusammen mit Litauisch und den ausgestorbenen Sprachen Kurisch und Altpreußisch die baltische Gruppe der indogermanischen Sprachfamilie. Die lettische Sprache zählt fast 1,7 Millionen Sprecher. Es wird das lateinische Alphabet mit einigen Sonderzeichen benutzt. Die Betonung liegt auf der ersten Silbe. Lettisch ist eine flektierende Sprache und kennt u. a. folgende Wortarten: Nomen, Verb, Adjektiv, Pronomen, jedoch keinen Artikel. Nomina werden markiert nach Genus (Maskulinum und Femininum), Numerus (Singular und Plural) und Kasus (Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ und Lokativ, also dem Kasus, der den Ort der Handlung kennzeichnet). In der Verbmorphologie wird in der dritten Person nicht zwischen Singular und Plural unterschieden. Aufgrund des entwickelten Flexionssystems lässt die Wortstellung größere Freiheiten zu, aber im Normalfall spricht man von einer Satzgliedfolge Subjekt–Prädikat–Objekt.

Lettisch - eine lebendige Sprache verändert sich

Lettisch wird von etwa 2,2 Millionen Menschen gesprochen, zählt zur indogermanischen Sprachfamilie und ist eine Amtssprache der Europäischen Union. Das Interesse am Erlernen der lettischen Sprache nimmt immer mehr zu. Ganz egal, ob Sie aus beruflichen oder privaten Gründen Lettisch lernen möchten - es lohnt sich, einige Besonderheiten dieser Sprache zu beachten.

Lettisch ist eine der baltischen Sprachen, jedoch in der heute gesprochenen Version etwas jünger als das ähnliche Litauisch. Das lettische Vokabular beinhaltet einige Lehnwörter aus dem Englischen, Deutschen und Russischen, was das Erlernen der Sprache etwas erleichtern kann. In Lettland wird die lateinische Schrift verwendet, wobei mehrere diakritische Zeichen in Gebrauch sind, wie der Überstrich, um einen langen Vokal anzuzeigen. Mit dem Beitritt zur EU zeigten sich einige Lücken im lettischen Vokabular, das derzeit mit Wortneuschöpfungen ergänzt wird.

Im Gegensatz zur deutschen Sprache, kennt das Lettische nur zwei Genera: Maskulinum und Femininum. Beim Lernen der Sprache lohnt es sich also, wenn Sie sich gleich die richtige Zuordnung einprägen. Zudem kennt das Lettische fünf Fälle: Zusätzlich zu den vier Fällen, die im Deutschen gebräuchlich sind, wird noch der Lokativ verwendet, der überwiegend bei Ortsangaben eingesetzt wird.

Die lettische Sprache ist auch stark reflektierend, d. h. die Gestalt eines Wortes ändert sich während der Beugung des Wortes. Die Regeln hierfür sind ziemlich kompliziert, meist wird ein Affix hinzugefügt oder der Wortstamm geändert. Sogar ausländische Eigennamen erhalten im Lettischen deklinierbare Endungen und werden phonologisch gemäß der lettischen Rechtschreibung niedergeschrieben. Aus William Shakespeare wird dann zum Beispiel Viljams Sekspirs.

Wenn Sie planen, nach Lettland zu reisen, so lohnen sich auf jeden Fall Grundkenntnisse in Lettisch. Doch zusätzlich zu den Sprachkenntnissen sollten sie noch bestimmte Reiseinformationen haben, z. B. Lage und Umgebung von Ihrem Ferienhaus, Sehenswürdigkeiten und Empfehlungen zu Kunst und Kultur - auf diese Weise wird Ihr Aufenthalt in Lettland zu einem wunderbaren Erlebnis!