Kambodschanisch - Khmer Amtssprache in
Kambodscha, Republik in Südostasien ist Khmer. Das Staatsgebiet grenzt im Nordosten an Laos, im Osten und Südosten an Vietnam, im Südwesten an den Golf von Thailand und im Westen und Nordwesten an Thailand. Kambodscha hat eine
Gesamtfläche von 181 035 Quadratkilometern. Die Hauptstadt und zugleich größte Stadt des Landes ist Phnom Penh. Rund 94 Prozent der Kambodschaner sind Angehörige des Khmervolkes. Die restlichen sechs
Prozent der Bevölkerung bestehen vorwiegend aus den Minderheitengruppen der Chinesen, Vietnamesen und Thai sowie aus den in den Bergländern wohnenden Cham und Malaien. Über 85 Prozent der Bevölkerung leben auf dem Land. Kambodscha hat etwa 11,3 Millionen Einwohner (1998), woraus sich eine Bevölkerungsdichte von 63 Einwohnern pro Quadratkilometer ergibt. Die Lebenserwartung liegt für Männer bei 46,6 Jahren, für Frauen bei
49,4 Jahren (1998). Während der Terrorherrschaft der Roten Khmer starben zwischen 1975 und 1979 mindestens zehn Prozent der Bevölkerung. Amtssprache ist Khmer. Früher war Französisch eine wichtige Zweitsprache,
aber der Gebrauch der französischen Sprache wird missbilligt. Rund 90 Prozent der Bevölkerung sind Anhänger des Theravada-(Hinayana-)Buddhismus. Der Hinduismus übt einen wichtigen kulturellen und historischen
Einfluss aus. Weitere Religionen sind Katholizismus, Islam und Mahayana-Buddhismus. Die Bergstämme sind Anhänger von Naturreligionen. Die Vorfahren der Kambodschaner, Mon- und Khmer-Völker, wanderten in
vorchristlicher Zeit in Südostasien ein. Sie stammten wahrscheinlich aus dem Norden und kamen vor ihren heutigen Nachbarn, den Vietnamesen, Laoten und Thai. Kulturelle Einflüsse aus Indien brachten ein Schriftsystem, Baustile,
Religionen (Hinduismus und Buddhismus), die Vorstellung eines Gottkönigs (Devaraja) und ein vielschichtiges Klassensystem in das ehemalige Königreich Kambodscha. Die frühen Khmer-Staaten |