Französisch

Die französische Sprache, zum romanischen Sprachzweig gehörende indogermanische Sprache. Französisch ist die Sprache der Bevölkerung Frankreichs und wird auch in Teilen Belgiens, der französischen Schweiz, in Luxemburg, Monaco und teilweise in Italien (Aostatal) sowie in heutigen und früheren Kolonien Frankreichs gesprochen.

Die Gallier, die im ersten vorchristlichen Jahrtausend auf dem Territorium des heutigen Frankreich siedelten, sprachen eine keltische Sprache, von der Irisch, Welsch, Bretonisch und andere moderne keltische Sprachen abstammen. Der heute in der Bretagne gesprochene keltische Dialekt ist jedoch kein Zeugnis aus der Zeit der vorrömischen Kultur. In das moderne Französisch sind insgesamt circa 50 Wörter keltischen Ursprungs eingegangen, z. B. keltisch-lateinisch: alauda, neufranzösisch: alouette (“Lerche”) und keltisch: carruca, keltisch-lateinisch: carrus, neufranzösisch: char (“Auto”). Der Gebrauch der lingua vulgaris hatte sich in Gallien so stark gefestigt, dass die späteren Eroberer des Landes, die germanischen Stämme (die Westgoten, die Burgunder und die Franken), den Galliern nicht ihre Sprache aufzwangen, sondern deren Sprache übernahmen. Nur circa 400 Wörter des modernen Französisch leiten sich vom Germanischen ab. Ab dem 6. Jahrhundert wurden auch Wörter aus dem Griechischen übernommen. Der Einfluss des Griechischen ging insbesondere von den griechischen Kolonien am Mittelmeer aus, vor allem von jenen bei Marseille und Nizza. Im 7. Jahrhundert hatte die in Frankreich gesprochene lingua vulgaris bereits einen bedeutenden Wandel erfahren; die Sprache der Franzosen während dieser Zeit wird als lingua rustica romana (Galloromanisch) bezeichnet und wurde sowohl von der Oberschicht als auch von einfachen Leuten gesprochen. Im 8. Jahrhundert befahl der Frankenkönig Karl der Große den kirchlichen Würdenträgern per Erlass, ihre Predigten in der Sprache des Volkes zu halten.

Bereits im frühen Mittelalter begannen sich die nördlich und südlich der Loire gesprochenen Sprachen zu differenzieren. Bis zum Ende des 13. Jahrhunderts hatten sich zwei deutlich voneinander abweichende Sprachen entwickelt: im Norden die langue d’oïl und die langue d’oc im Süden. Die Bezeichnungen leiten sich von den unterschiedlichen Wörtern für “ja” ab: im Norden oïl, im Süden oc. Der wichtigste lautliche Unterschied der beiden Sprachen besteht darin, dass sich der freie unakzuentierte Vokal a des Lateinischen in der langue d’oïl zu einem e wandelte, im Provenzalischen (auch Okzitanisch), dem wichtigsten Dialekt der langue d’oc, hingegen unverändert blieb. In beiden Sprachen entwickelten sich mehrere Dialekte. Neben dem Provenzalischen waren Gascognisch, Languedocien, Auvergnat, Limousin und Béarnais die bedeutendsten Dialekte der langue d’oc. Nach dem 12. Jahrhundert verlor die langue d’oc jedoch schnell an Bedeutung. Im 19. Jahrhundert gab es Bestrebungen der félibrige, einer literarischen Schule, der auch die Dichter Frédéric Mistral und Joseph Roumanille angehörten, den Gebrauch des modernen Provenzalisch und anderer, noch gesprochener Dialekte der langue d’oc wieder zu beleben – diese Bestrebungen blieben jedoch ohne Erfolg. Heute wird der Dialekt in der Literatur nur noch selten gebraucht. Das moderne Französisch hat circa 500 Wörter aus der langue d’oc übernommen, wie z. B. bague (“Ring”), cadeau (“Geschenk”) und velours (“Samt”). Die wichtigsten Dialekte der langue d’oïl sind nach den fünf nördlichen Provinzen, in denen sie gesprochen wurden, benannt: Île de France, Normandie, Picardie, Poitou und Burgund. Das moderne Französisch ist direkt aus dem Dialekt der Île de France (Pariser Region) entstanden, der im späten Mittelalter allmählich die anderen französischen Dialekte verdrängte.

Im 12. und 13. Jahrhundert war die langue d’oïl in ganz Europa verbreitet. Sie wurde am Hof von Neapel gesprochen; deutsche Prinzen und Barone stellten muttersprachliche französische Lehrer an, die ihren Kindern die Sprache lehren sollten. Aufgrund des hohen Ansehens, das die arabische Wissenschaft im Mittelalter unter den französischen Gelehrten genoss, und bedingt durch die Kreuzzüge in arabischen Ländern, fanden viele arabische Wörter Eingang in das Französische.

Das 14. und 15. Jahrhundert war überschattet vom Hundertjährigen Krieg zwischen Frankreich und England, der weite Teile Frankreichs verwüstete. Der Krieg stärkte das französische Nationalbewusstsein und erhöhte die Akzeptanz der Sprache des Königshofes als nationale Standardsprache.

Das 16. Jahrhundert war eine wichtige Periode in der Geschichte der französischen Sprache. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, wurde das Französische von der Pléiade, einer Gruppe französischer Dichter, zur Literatursprache erklärt.

Im frühen 17. Jahrhundert bewirkte der Dichter François de Malherbe mit seinen poetischen und kritischen Werken, dass sich im Französischen ein exakter, einheitlicher Wortgebrauch festigen konnte. In der Zeit Ludwigs XIV. (1643-1715) erreichte der Einfluss des Französischen in Europa seinen Höhepunkt: Französisch war als internationale Sprache Europas nicht nur Diplomaten- und Wissenschaftssprache, sondern auch Sprache des gesellschaftlichen Umgangs.

Aufgrund der Kriege mit Italien in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts beeinflusste auch die italienische Sprache das Französische. In der Zeit der französisch-spanischen Kriege im frühen 17. Jahrhundert drangen circa 200 Wörter aus dem Spanischen ins Französische ein, so z. B. cigare und nègre. Die deutsch-französischen Kriege im 17. Jahrhundert brachten dem Französischen jedoch nur eine vergleichsweise geringe Zahl an deutschen Lehnwörtern ein. Im 17. Jahrhundert hatte sich das Französische im Wesentlichen zu der heute bekannten Form entwickelt. Die aus dem Lateinischen übernommenen Flexionsendungen waren zum größten Teil abgebaut; die syntaktischen Beziehungen zwischen Wörtern im Satz wurden stattdessen durch Präpositionalphrasen und durch die Wortstellung angezeigt. Der weitere Sprachwandel, dem das Französische unterworfen war, bezog sich seit dieser Zeit fast nur noch auf allmähliche Veränderungen in der Aussprache und auf die Erweiterung des Wortschatzes.

Die französische Sprache, die im 16. und 17. Jahrhundert Latein als Sprache der internationalen Kommunikation in Europa abgelöst hat (insbesondere in seiner Funktion als Diplomatensprache), ist noch heute eine wichtige internationale Verkehrssprache und eine der Arbeitssprachen des Sekretariats der UN (United Nations: Vereinte Nationen).

Phonologisch ist das Französische geprägt durch häufiges Vorkommen von Nasalvokalen und die Eliminierung von Konsonanten am Wortende. Der Akzent ist subjektiv, das d. h. frei variierbar. Die meisten Wörter sind einsilbig, höchstens zweisilbig. Ein Wort besteht häufig aus einem Konsonanten und einem Vokal (offene Silbe). Durch das häufige Vorkommen dieser einfachen Wortstruktur ist Homonymie (Mehrdeutigkeit) ein häufiges Phänomen. Aus diesem Grund wird die Orthographie nicht vereinfacht, und es kommt zu einer starken Divergenz von geschriebener und gesprochener Sprache. In der Morphologie neigt die Sprache zu analytischen Formen. Die Betonung liegt meist auf der letzten Silbe eines Wortes. Das Französische besitzt zwei Genera (Maskulinum und Femininum), drei Tempusformen (Präsens, Imperfekt und Futur) sowie ein kompliziertes Aspekt- und Tempussystem. Die Wortstellung ist in der Regel Subjekt-Prädikat-Objekt (auch im Fragesatz). Das Adjektiv wird dem Substantiv nachgestellt. Der Wortschatz ist ausgesprochen heteregon, er weist viele Lehn- und Erbwörter aus dem Griechischen, dem Lateinischen und neuerdings auch dem Englischen auf.

Französisch in der Bretagne

Sabine Le Mogne vermittelt mit Ferienhaus29 "Et si on partait... en Bretagne?" Immobilien im Finistère. Der Ferienhaus Katalog umfasst zurzeit mehr als 70 bretonische Ferienhäuser & Ferienwohnungen im 29. französischen Département in der Region rund um Plomeur / La Torche, St. Pierre (Penmarc'h), Kerity, St. Guénolé & Treguennec. Der Ferienhaus Bretagne Service von Sabine Le Mogne zeichnet sich durch eine Gäste-Betreuung vor Ort aus, und ist dadurch für die Miete oder den Kauf von einem Ferienhaus oder Ferienwohnungen in der Bretagne eine gute Wahl. Gäste profitieren vom Insiderwissen der Immobilien-Vermittlung Ferienhaus29, denn Sabine Le Mogne verfügt über Erfahrung in der Vermittlung von Ferienhäusern in der Bretagne seit 1994.

Sprachreise nach Paris

Paris gilt nicht nur als Stadt der Liebe, sondern als kulturelles und sprachliches Zentrum der französischen Welt. Das Flair der Stadt ist seit Jahrhunderten ungebrochen und Paris lohnt sich besonders für eine Sprachreise, die den Urlaub an der Seine mit ausgezeichnetem Unterricht in Französisch verbinden. Interessant ist die Tatsache, dass der Unterricht in Paris nicht teuer ist und somit von jedem genutzt werden kann.

Paris gilt als eine der teuersten Städte der Welt und für Sprachreisende bietet es sich an, kein Hotel zu nutzen. Ein Apartment oder ein Zimmer von Privat mieten ist in vielen Fällen günstiger und diese liegen sehr gut in der Innenstadt (siehe dazu z.B. unter http://www.9flats.com/de/paris-frankreich) und somit perfekt in der Nähe der Sprachzentren, die den Unterricht bieten. Einige Veranstalter besitzen eigene Wohnzentren, die im gleichen Haus wie die Sprachschule liegen und dem Schüler somit eine Anreise ersparen.

Das Besondere an einer Sprachreise nach Paris ist die Nähe zur Sprache selbst. Paris ist nach London die Stadt mit den meisten Touristen, doch haben sich die Pariser in ihrer Sprache bewahrt und sind sehr gut als weitere Sprachlehrer geeignet, vor allem in den Künstlervierteln oder Saint-Germain, die sich sehr gerne auf ein Gespräch auf Französisch einlassen.

Durch eine Sprachreise kann Französisch intensiver und natürlicher gelernt werden. Paris kann durch Französisch anders erlebt werden und das Lebensgefühl der Pariser kann erfasst werden. Die Lehrer sind sehr gut und können auch schwierige Inhalte leicht vermitteln, die im Schulunterricht nicht erfasst wurden.