Birmanisch

Die birmanische Sprache, auch Burmesisch, tibetobirmanische Sprache, die ihrerseits zusammen mit den chinesischen Sprachen (Sinitisch) bildet sinotibetische Sprachfamilie. Birmanisch wird von etwa 25 Millionen Menschen in Myanmar (bis 1989 Birma) gesprochen (60 Prozent der Bevölkerung). Hierzu zählen auch dialektale Varianten, wie das Arakanesische und das Intha. Darüber hinaus wird das Birmanische von vielen ethnischen bzw. linguistischen Minderheiten in Myanmar als weitere Sprache neben der Muttersprache verwendet. Das Birmanische ist eine Tonsprache (vier Töne). Die Verben und Nomina sind einsilbig und werden nicht konjugiert bzw. dekliniert. Das Verb steht am Ende des Satzes. Es gibt eine große Anzahl Lehnwörter aus dem Pali, einer mittelindischen Sprache, die gegenüber den einsilbigen birmanischen Wörten meist mehrsilbig sind. Birmanisch verfügt über eine eigene Schrift, die sich aus der indischen Brahmi-Schrift entwickelt hat. Vermittler der Schrift ist das mit den Kambodschanern verwandte Volk der Mon. Die ältesten schriftlichen Dokumente stammen aus dem 12. Jahrhundert n. Chr.