Albanisch

Die albanische Sprache (indogermanische Sprache) wird in Albanien, in Teilen von Serbien und Montenegro, in einem Großteil der Autonomen Provinz Kosovo und in einigen abgeschieden gelegenen Gebieten im Süden Italiens und Griechenlands gesprochen. Zwei große Dialektgruppen haben sich in den letzten tausend Jahren gebildet: das Gegische, das im nördlichen Albanien, oberhalb des Flusses Shkumbin gesprochen wird, und das Toskische, das südlich dieses Flusses und in den italienischen und griechischen Enklaven anzutreffen ist. Die Verständigung unter den Dialekten ist überwiegend möglich. Viele weitere Dialekte, die so deutlich voneinander abweichen, dass eine gegenseitige Verständigung nicht mehr möglich ist, führen jedoch zu erheblichen Verständigungsschwierigkeiten. Ein südlicher gegischer Dialekt fungierte bis zum 2. Weltkrieg als Schriftsprache Albaniens. Danach basierte die Landessprache auf der Grundlage der toskischen Dialektgruppe. Leider gibt es nur wenig literarische Werke in albanischer Sprache. Viele entstanden im Anschluss an die nationale Erweckungsbewegung im 19. Jahrhundert. Das Albanische bildet einen eigenständigen Zweig innerhalb der indogermanischen Sprachfamilie. Da die sprachgeschichtlichen Ursprünge weitgehend ungeklärt sind, konnte bislang keine eindeutige Verwandtschaft zu einer anderen indogermanischen Sprachgruppe nachgewiesen werden. Die Grammatik ähnelt dem Mittel- und Neugriechischen und dem Rumänischen. Der Wortschatz enthält zahlreiche Lehnwörter aus dem Lateinischen, Rumänischen und den Balkansprachen.